Corona: Der Ausnahmezustand ist zu Ende, der Aufatmen-Zustand beginnt

Warum man das Aufatmen, das Diskutieren und Streiten wieder lernen muss. Es geht um die Gesundheit des gesellschaftlichen Lebens. Von Heribert Prantl Diese Kolumne handelt vom Aufatmen. Sie handelt vom Aufatmen nach fast drei Jahren im unerklärten Ausnahmezustand. Mit dem Ende der Corona-Maskenpflicht im Nah- und im Fernverkehr ist nach dem irrwitzig langen Ausnahmezustand ein

Da fällt einem das Buch aus der Hand

Dieses Werk ist ein wissenschaftlicher Corona-Thriller. 17 Professorinnen und Professoren des Rechts, der Philosophie und der Soziologie schreiben darin über den elementaren Konflikt, den die Bewältigung der Corona-Pandemie mit sich gebracht hat und den der Versuch der Bewältigung der Klima-Katastrophe mit sich bringen wird: Freiheit oder Leben? Es geht, so der treffende Untertitel, um „das

Der Geist des Konzils und die Steine des Anstoßes

Um Papst Franziskus zu verstehen, muss man wissen, was das Zweite Vatikanische Konzil wollte, was es brachte und was sein Erbe ist. Papst Franziskus versteht sich nämlich als Testamentsverwalter und Testamentsvollstrecker dieses Konzils, das vor gut 60 Jahren, im Oktober 1962, begann. Dieses Konzil war ein gewaltiger Aufbruch, es war der Versuch der katholischen Kirche,

Das braune Netzwerk, der Prinz und sein Hofstaat

Die Großrazzia und die serienweisen Verhaftungen sind der späte Versuch, jahrzehntelange Untätigkeit der Sicherheitsbehörden zu beenden und auszugleichen. Muss man diese lächerlichen Reichsbürger so ernst nehmen? Von Heribert Prantl Die Großrazzia gegen die braune Prinzengarde und die Verhaftung von gut zwei Dutzend sogenannten Reichsbürgern ist nicht einfach nur ein Akt der Repression und der Prävention.

Ein neuer Geist für das Einwanderungsrecht

150 Jahre lang war die Geschichte der deutschen Ausländerpolitik eine Geschichte der Schlechtbehandlung. Mit den geplanten Gesetzen der Regierung Scholz gibt es jetzt endlich die Chance, es besser zu machen. Von Heribert Prantl Was soll das Recht leisten? Es ist dafür da, das Leben menschen- und gesellschaftsverträglich zu ordnen. Nirgendwo sonst hat das Recht, über

Arbeiten und Beten, Gehorchen und Rebellieren

– so lauten zwei der Kapitelüberschriften dieses Buches über Frauenklöster und Klosterfrauen. Es ist ein wunderbares Buch, optisch und inhaltlich; es ist eines der schönsten Bücher des Jahres 2022, mit diesem Prädikat ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst. Es handelt von der Vergangenheit, der Gegenwart und Zukunft der Frauenklöster und von der Transformation der Klostergemeinschaften in

Das Gift der Ahnen

„Ein Polizeiauto pflügt langsam durch das blaue Grün.“ So beginnt Alex Schulmans autobiografisch eingefärbter Roman „Die Überlebenden“, den ich Ihnen vor gut einem Jahr an dieser Stelle empfohlen habe. Seit Kurzem ist ein weiteres Buch Schulmans auf dem Markt. In Schweden ist der 45-jährige Schriftsteller zum Star aufgestiegen, hierzulande aber noch weitgehend unbekannt. Es mag