Wem die Stunde schlägt

Die Autorin Elvira Steppacher ist dem Tod auf der Spur. Sie geht auf den Friedhof, stundenweise, 99 Tage lang. Und sie beobachtet genau: Sie registriert, sie protokolliert, sie recherchiert; sie hält nicht einfach nur fest, was sich da abspielt; sie erfasst die Friedhofsnatur mit kraftvoller Pedanterie und mit subversiver Nachdenklichkeit. „Stundenheft“ nennt sie ihre Beobachtungen

Ein Lager, ein Gefangener, ein Tag

Das Erstlingswerk des späteren Literaturnobelpreisträgers Alexander Solschenizyn wird sechzig Jahre alt. Seine ergreifende und erschütternde Erzählung „Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ ist 1962 erstmals erschienen. Ich habe das kleine Buch, das einst bei mir im Regental-Gymnasium Nittenau Klassenlektüre war, in Verzweiflung über Putin und seine Machenschaften noch einmal gelesen. Es lohnt sich. Die

Aufklärungshilfe

Spätestens Ende März sollte der Afghanistan-Untersuchungsausschuss des Bundestags eingesetzt werden – um sich mit dem desaströs gescheiterten Bundeswehr-Einsatz zu befassen. So sieht es der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vor. Doch der Beginn der Aufklärungsarbeit verzögert sich unter anderem deshalb, weil das Außenministerium unter seiner Ministerin Annalena Baerbock um mehr Zeit für die Vorbereitung

Der Krieg

Wer der Illusion nachhängt, dass es einen guten Krieg gibt – der lese dieses Buch. Wer glaubt, es könne in einem Krieg irgendwie gelingen, unschuldig zu bleiben, weil man doch so gute Absichten habe – der lese es auch. Es ist ein grauenvolles Buch, es ist ein Dokument der erbarmungslosen Ernüchterung: Das Buch heißt „Vergeltung“