Auch für die Konzentrationslager wurden Grundbücher angelegt

Auf dem Umschlag steht, es handele sich um ein „glänzend geschriebenes Buch“, um eine „fulminante Studie“. Dergleichen Werbung steht auf vielen Buchumschlägen. Bei diesem Buch ist das kein Geklingel, es ist die Wahrheit. Das Werk von Benjamin Lahusen über die deutsche Justiz in Kriegs- und Nachkriegszeiten ist eine Entdeckung, es ist ein furioses Meisterwerk, es

Kriegsverbrechervergötzung

Man stelle sich vor, die österreichische Familie Schicklgruber würde auf ihrem Familiengrab ein Steinkreuz errichten: für einen Gefreiten des Ersten Weltkriegs und Träger des Eisernen Kreuzes Zweiter Klasse; für einen Familienangehörigen der Groß-Sippe Schicklgruber, der zwar dort nicht körperlich bestattet ist, weil dessen Asche irgendwo im Großraum Berlin anonym verstreut liegt, aber: das Steinkreuz der

Soll man mit dem Teufel zusammenarbeiten, um ihm das Handwerk zu legen?

Gehört der Vater zur Mörderbande aus den Ministerien, ist er auch ein „Pinkel in gestreiften Hosen, nicht weniger schuldig als die, die den Toten in Treblinka noch die Zähne herausbrechen ließen“? So sieht die Anklage Ernst von Weizsäcker, Chefdiplomat des Nazi-Außenministers Ribbentrop, SS-Mitglied. Verbrechen gegen die Menschlichkeit wirft ihm die Anklage in den Nürnberger Prozessen