Corona: Demonstrationen in bitteren Zeiten

Guten Tag, in der Corona-Krise haben mir Leute gesagt und geschrieben: „Übertreiben Sie es nicht mit Ihrem dauernden Rumreiten auf Demokratie und Grundrechten, lieber Prantl!“ Ich habe geantwortet: „Kann man es als Demokrat mit der Demokratie übertreiben?“ Ein guter Bekannter meinte zu den Grundrechtseinschränkungen, dass einst mein Oberpfälzer Landsmann Hermann Höcherl als Bundesinnenminister im Kabinett

Sind Journalisten wie Schnittlauch? Die Pressefreiheit in Corona-Zeiten

Guten Tag, einer der ganz frühen Sätze, die ich über den Journalismus gehört habe, war ziemlich böse. „Journalisten sind“, so begann dieser Satz, „wie Schnittlauch. Sie schwimmen auf jeder Suppe.“ Ich habe mir diesen Satz bis heute gemerkt, zur Warnung und zur Abschreckung. Damals, es war Mitte der Siebzigerjahre, war ich Jurastudent und Stipendiat des

Wie lange noch? Corona, der Notstand und die Nöte der Not

Guten Tag, vor einem Jahr haben wir gefeiert und die Grundrechte gepriesen. Wir haben uns, zum siebzigsten Jubiläum des Grundgesetzes, an dessen Mütter und Väter erinnert – an wunderbare Demokraten wie Elisabeth Selbert und Carlo Schmid, an Widerstandskämpfer gegen Hitler wie Hermann Lous Brill und Jakob Kaiser. Als sie die Grundrechte formuliert haben, lag Deutschland

Blindgänger in der Corona-Krise. Ein Dialog im Dunkeln.

Guten Tag, in der Hamburger Speicherstadt und in vielen anderen Großstädten weltweit gibt es Ausstellungen, die „Dialog im Dunkeln“ heißen. Es sind dies Ausstellungen, in denen sehende Menschen zu blinden Menschen werden. Die eigentlich sehenden Menschen gehen, geleitet von blinden Menschen, durch stockdunkle Räume. Am Eingang erhalten sie einen Blindenstock; dann geht es durch einen